Artenschutz

Die Biomasse der fliegenden Insekten ist allein zwischen 1989 und 2014 insgesamt um über 75 Prozent zurückgegangen. Erhoben wurden die Daten in Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Seitdem hat sich der Verlust an Insekten weiter beschleunigt. Im Jahr 2019 bestätigten Wissenschaftler um den australischen Ökologen Francisco Sánchez-Bayo vom Sydney Institute of Agriculture diese Entwicklung auch global. Es sind schockierende Ergebnisse. 

Auch die Zahl der Brutvögel nimmt dramatisch ab: Deutschland hat im Zeitraum von 1992 bis 2016 mehr als sieben Millionen Brutpaare verloren. Damit lebten etwa acht Prozent weniger Brutvögel in Deutschland als noch 24 Jahre zuvor. Vor allem auf Wiesen, Weiden und Äckern hält  der Rückgang an. Die Gesamtzahl dieser Vögel hat in Deutschland seit 1980 sogar um rund 34 Prozent abgenommen. Das sind rund zehn Millionen Vogelbrutpaare, die es heute nicht mehr gibt. 

Es gibt immer weniger Kröten, Frösche und Molche. Der Amphibienbestand ist an manchen Stellen um rund 80 Prozent zurückgegangen. 

Mehr als 70 Prozent aller untersuchten Pflanzenarten haben in den letzten 60 Jahren in ihrer Verbreitung abgenommen.  

Weltweit sind bis zu eine Million Arten vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten.

Das Artensterben ist heute mindestens zehn- bis einhundertmal höher als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre.

In der Wissenschaft spricht man bereits vom 6. Massenaussterben. Das letzte fand vor 65 Millionen Jahren stand: Damals starben die Dinosaurier aus als ein gewaltiger Meteorit auf der Erde einschlug. 

Während dies damals unvermeidlich war, können wir heute etwas gegen das Sterben von Insekten, Vögeln und Lurchen tun.
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