Klimaschutz 

Klimaschutz ist nicht alles, aber ohne Klimaschutz ist alles nichts.  

Die Erhitzung des Planeten und der voranschreitende Verlust der Arten hängen zusammen und verstärken sich wechselseitig.
Sie haben ähnlich negative Auswirkungen auf das menschliche Wohlergehen und müssen dringend gemeinsam angegangen werden. Das fordern Vertreter  des Weltbiodiversitätsrat (IPBES)  und  des Weltklimarats (IPCC).  

Die Forscher warnen, dass sich etliche Maßnahmen für den Klimaschutz nachteilig auf die Artenvielfalt auswirken könnten. So kann das Anpflanzen von Wäldern in Monokulturen zwar dazu beitragen, CO2 aus der Atmosphäre zu binden, aber in diesen Monokulturen sind weniger Arten zu finden als in Mischwäldern. Auch der Einsatz von Elektroautos kann die klimaschädlichen Emissionen des Verkehrs senken, allerdings kommt es beim Rohstoffabbau für Batterien häufig zu massiven Umweltschädigungen. Und Windkraftanlagen in sensiblen Zonen gefährden speziell Greifvögel, die zu den besonders geschützten Arten gehören. Seit dem Jahr 2000 wird immer mehr Mais für Biogasanlagen angebaut – zum Teil sogar auf Grün- und Brachflächen, die eigentlich für den Naturschutz vorgesehen sind. In der Folge ist die Zahl der Insekten und Wiesenvögel gesunken. 

Viele Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt sind aber auch sinnvoll für den Klimaschutz, sie verstärken sich sogar wechselseitig. Moore müssen stärker geschützt oder renaturiert werden. Dies ist gut für das Klima, aber auch für die Arten, die sich an Moore angepasst haben. Auch der Schutz naturnaher Wälder, von Feuchtgebieten, Savannen oder Mangroven nützt der Artenvielfalt und kann den CO2-Ausstoß begrenzen. Zudem müssen mehr Agrarflächen und Forste nachhaltig bewirtschaftet werden.  

Klimaschutz und Artenschutz müssen zusammen gedacht und umgesetzt werden. Helfen Sie mit, dieses wichtige Ziel gemeinsam zu verwirklichen, indem Sie ANUK unterstützen und Mitglied werden.