Nach der Totalzerstörung eines Biberdammes und des dazugehörigen Biotops durch den Landesbetrieb Mobilität im Landkreis Trier-Saarburg: Leserbrief von Matthias Reimann

 

Die Zerstörung eines Biotops bei Hermeskeil durch die Inkompetenz der LBM

Zerstörter BieberseeDiese Zerstörung des Biotops ist unentschuldbar. Diese Inkompetenz der Leitung dieser Behörde macht mich als Bürger sprachlos. Mit dieser behördlichen Anordnung nach Starkregen an dem Biberdamm zu arbeiten, hat der LBM gegen folgende Gesetze verstoßen: Die Zerstörung des Biberhabitats stellt einen Verbotstatbestand nach §44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz dar.

Es handelt sich außerdem um eine ungenehmigte Beeinträchtigung nach §15 in Verbindung mit §17 Bundesnaturschutzgesetz. Außerdem liegt ein Biodiversitätsschaden gemäß §§ 5 und 6 Umweltschadensgesetz vor.

Des Weiteren ist das LBM durch §823 BGB haftbar zu machen. Die zahlreichen Verstöße gegen bestehende Gesetze zeigen die Inkompetenz erschreckend auf. Als Bürger frage ich mich: Sollte die Leitung dieser Behörde nicht besser zurücktreten und kompetenten Beamten die Leitung überlasse? Welche Disziplinarmaßnahmen sind angedacht, um dieses Versagen zu ahnden? Es kann nicht sein, dass ich als Bürger, wenn ich während der Brutzeit eine Hecke schneide, mit einem berechtigten Bußgeld bestraft werde und eine Behörde, die einen Ökozid verursacht hat, nicht zur Rechenschaft gezogen wird.

Ich danke dem Bürger, der Strafanzeige gestellt hat, damit dieses Versagen vor einem Gericht geklärt werden kann. Denn die Presseerklärung der LBM erweckt den Eindruck, dass man sich der Verantwortung entziehen möchte. Fakt ist, es gibt noch Biber, ist also die Aussage der LBM, dass es keine Biber mehr gab, als die Maßnahme durchgeführt wurde, eine bewusste Täuschung? Dies ist eine berechtigte Frage, die man sich als Bürger stellen sollte. Das Problem für die Straße war seit letztem Jahr bekannt. Gehandelt wurde nicht. Zu warten, bis sich die Lage zuspitzt, zeigt das ganze Ausmaß der Überforderung dieser Behörde auf. Als Artenschützer und Bürger verlange ich, dass die Verantwortlichen für die Rechtsverstöße zur Rechenschaft gezogen werden.

Matthias Reimann
2. Vorsitzender ANUK e.V.

Auch der SWR berichtete darüber --> Link!

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