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Pestizide sind Schädlingsbekämpfungsmittel. Sie wirken gegen Unkraut, unerwünschte Pilze oder Insekten. Deshalb werden sie großflächig eingesetzt, und zwar sowohl im Bio-Anbau als auch in der konventionellen Landwirtschaft. Doch wie gefährlich sind Pestizide eigentlich für uns und die Umwelt? Wie viele Pestizid-Rückstände landen auf unseren Tellern? Und geht Landwirtschaft nicht auch ohne Pestizide?
HIER ANSCHAUEN:
WDR Mediathek. Planet Wissen. 58 min.
Verfügbar bis 30.01.2025
https://www.planet-wissen.de/video-landwirtschaft-ohne-pestizide--geht-das-ueberhaupt-100.html
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Grün-gelb-rote Landesregierung in RLP überfordert!
Partenheim, 4. Juni 2024
49 verschiedene Gifte auf der Vegetation in und um Naturschutzgebieten im Landkreis Mainz-Bingen, im Schnitt 11 pro Probe!
Das ist das Ergebnis einer am 28. Mai in Ingelheim vorgestellten Pilotstudie der RPTU Kaiserslautern-Landau zusammen mit dem Naturschutzverein ANUK e.V. Wirkstoffliste, Standortkarte und Presseinfo stehen zum download auf anuk.info. Die höchste gemessene Konzentration war 7,3 mg/kg des Wirkstoffs Folpet im Juli 2023 auf dem Westerberg bei Ingelheim. Eine Raumanalyse zeigt keinen Unterschied der Pestizidbelastung in und außerhalb der Naturschutzgebiete.
Art. 69 der Landesverfassung verpflichtet: „Der Schutz von Natur und Umwelt als Grundlage gegenwärtigen und künftigen Lebens ist Pflicht des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie aller Menschen.“ „Die Landesregierung scheint hoffnungslos überfordert zu sein, ihre Verpflichtung aus Art. 69 zu erfüllen“ so Matthias Reimann, 2. Vorsitzender von ANUK e.V. Eine Volksinitiative, die von 30000 Menschen unterzeichnet ist kann den Landtag direkt beauftragen, sich mit der Pestizidreduktion zu befassen.
Auch Frau Theresa Pfeifer vom Bauern- und Winzerverband Süd hat am 28. Mai die Notwendigkeit einer Pestizidreduktion eingeräumt. Franz Botens, 1. Vorsitzender von ANUK e.V. schließt sich dem gestrigen Appell des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz an und lädt alle Naturschutzverbände und anderen gesellschaftlichen Kräfte dazu ein, die Volksinitiative „Kein Gift in Naturschutzgebiete“ zu unterstützen: „Ziel ist eine strukturierte Pestizidreduktion und endlich auch Planungssicherheit für die Landwirtschaft. Wir Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz können das Heft selbst in die Hand nehmen. Wir alle zusammen haben die Macht ein Thema zu setzen und auch im Volksentscheid durchzusetzen“, so Botens.
https://www.anuk.info/index.php/presse-infos/nachrichten/pestizide-im-bienenbrot
https://www.anuk.info/images/images/nachrichten/2024-05-28_einladung_pestizide2.pdf
https://www.imkerverband-rlp.de/umweltschutz-ade-ministerium-missachtet-europarecht-gefahr-fuer-unsere-naturschutzgebiete/
Franz Botens
1. Vorsitz
ANUK e.V.
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Deutsches Bienenmonitoring untersucht Belastung von Blütenpollen
Partenheim, 21. Mai 2024
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 28. Mai 2024 stellt Herr Prof. Brühl von der Uni Landau die Ergebnisse einer einzigartigen Pilotstudie vor.Bei diesem Bio-Monitoring werden durch Bienenvölker gesammelte Blütenpollen
auf Pestizidwirkstoffe untersucht. Vom Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“ bis zum Naturschutzgebiet „Nordausläufer Westerberg“ bei Ingelheim.
Wann: 28. Mai 2024 um 18 Uhr
Wo: Pfarrzentrum St. Nikolaus, Dammstraße 52, 55218 Ingelheim
Sie sind eingeladen zu berichten. Für Ihre Fragen stehen Prof. Carsten Brühl, Dr. Anton Safer und Herr Lars Neumeister bereit. Herr Neumeister wird Ausstiegsperspektiven aus der chemischen
Landwirtschaft vorstellen.
Hintergrund: Im Deutschen Bienenmonitoring (DeBiMo) wird seit vielen Jahren die Belastung von Blütenpollen mit Pestizidrückständen untersucht. 2019 wurde öffentlich, dass die bundesweit am stärksten kontaminierte Probe aus dem Landkreis (LK) Mainz-Bingen stammt. Sie enthielt 34 verschiedene Pestizidwirkstoffe. Die letzten veröffentlichten Ergebnisse im DeBiMo sind von 2022. Während bundesweit 9,3% der Pollenproben rückstandsfrei sind und im Schnitt 4,7 Wirkstoffe/Probe nachgewiesen werden ist in Rheinland-Pfalz 2022 keine einzige Probe rückstandsfrei und im Schnitt sind es 8,4 Wirkstoffe/Probe. Der LK Mainz-Bingen belegt einen unrühmlichen Spitzenplatz (siehe Graphik). Es besteht ein signifikanter Zusammenhang von Pestizidrückständen mit den Nutzungsarten Weinbau und Obstbau. Der LK Mainz-Bingen hat weitreichende Weinbaugebiete und auch Obstbau, zugleich beheimatet dieser LK auch die größte Fläche an Naturschutzgebieten.
Es stellen sich Fragen:
1. Sind das nur ein Einzelfälle?
2. Wie ist die Belastung in Naturschutzgebieten?
3. Eignet sich die Methode für ein Pestizidmonitoring?
Wir haben wegen des aktuellen Kommunalwahlkampfes die Fraktionen aller demokratischen Parteien aus Kreistag MZ-Bi, Stadtrat Ingelheim uns Stadtrat Mainz eingeladen. So können sich alle
an Biodiversität und Landwirtschaft interessierten Kandidierende ein Bild über die Situation in Ihrer Kommune machen. Auch haben wir alle sechs örtlichen Bauernvereine eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Botens
Vorsitz ANUK e.V.
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Einladung zur Info-Veranstaltung
- Wann: 28. Mai 2024
- Uhrzeit: 18:00 Uhr
- Wo: Pfarrzentrum St. Nikolaus, Dammstraße 52, 55218 Ingelheim
- Was: Ergebnisse von Pestizidrückständen in Blütenpollen
- Wer: Prof. Brühl, Uni Landau mit Naturschutzverein ANUK e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Landkreis Mainz-Bingen finden sich die meisten und höchsten Rückstände von Pestiziden in Blütenpollen. Dies zeigt sich im Deutschen Bienenmonitoring, sowohl im Vergleich zu anderen Landkreisen innerhalb von Rheinland-Pfalz als auch im Bundesvergleich. 2019 machte die Nachricht einer Blütenpollenprobe aus Ingelheim Schlagzeilen, sie war mit 34 verschiedenen Pestizidwirkstoffen belastet. Der Landkreis Mainz-Bingen hat die größte Fläche an Naturschutzgebieten. Es stellen sich Fragen:
1. Sind das nur Einzelfälle? Wie sieht es in der Fläche aus?
2. Wie ist die Belastung in Naturschutzgebieten?
3. Eignet sich die Methode für ein Pestizidmonitoring?
Antworten auf diese Fragen soll eine Pilotstudie geben. 2023 haben wir zusammen mit Herrn Prof. Dr. Brühl von der Uni Landau an 23 Standorten im Landkreis Mainz-Bingen Blütenpollen auf Pestizidrückstände untersucht. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie stellt Herr Prof. Dr. Brühl am 28. Mai 2024 vor.
Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Neben Herrn Prof. Dr. Brühl werden auch die Experten Dr. Anton Safer und Herr Lars Neumeister gerne Ihre Fragen beantworten.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten Sie freundlich um eine kurze Bestätigung an
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Nach der Totalzerstörung eines Biberdammes und des dazugehörigen Biotops durch den Landesbetrieb Mobilität im Landkreis Trier-Saarburg: Leserbrief von Matthias Reimann
Die Zerstörung eines Biotops bei Hermeskeil durch die Inkompetenz der LBM
Diese Zerstörung des Biotops ist unentschuldbar. Diese Inkompetenz der Leitung dieser Behörde macht mich als Bürger sprachlos. Mit dieser behördlichen Anordnung nach Starkregen an dem Biberdamm zu arbeiten, hat der LBM gegen folgende Gesetze verstoßen: Die Zerstörung des Biberhabitats stellt einen Verbotstatbestand nach §44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz dar.
Es handelt sich außerdem um eine ungenehmigte Beeinträchtigung nach §15 in Verbindung mit §17 Bundesnaturschutzgesetz. Außerdem liegt ein Biodiversitätsschaden gemäß §§ 5 und 6 Umweltschadensgesetz vor.
Des Weiteren ist das LBM durch §823 BGB haftbar zu machen. Die zahlreichen Verstöße gegen bestehende Gesetze zeigen die Inkompetenz erschreckend auf. Als Bürger frage ich mich: Sollte die Leitung dieser Behörde nicht besser zurücktreten und kompetenten Beamten die Leitung überlasse? Welche Disziplinarmaßnahmen sind angedacht, um dieses Versagen zu ahnden? Es kann nicht sein, dass ich als Bürger, wenn ich während der Brutzeit eine Hecke schneide, mit einem berechtigten Bußgeld bestraft werde und eine Behörde, die einen Ökozid verursacht hat, nicht zur Rechenschaft gezogen wird.
Ich danke dem Bürger, der Strafanzeige gestellt hat, damit dieses Versagen vor einem Gericht geklärt werden kann. Denn die Presseerklärung der LBM erweckt den Eindruck, dass man sich der Verantwortung entziehen möchte. Fakt ist, es gibt noch Biber, ist also die Aussage der LBM, dass es keine Biber mehr gab, als die Maßnahme durchgeführt wurde, eine bewusste Täuschung? Dies ist eine berechtigte Frage, die man sich als Bürger stellen sollte. Das Problem für die Straße war seit letztem Jahr bekannt. Gehandelt wurde nicht. Zu warten, bis sich die Lage zuspitzt, zeigt das ganze Ausmaß der Überforderung dieser Behörde auf. Als Artenschützer und Bürger verlange ich, dass die Verantwortlichen für die Rechtsverstöße zur Rechenschaft gezogen werden.
Matthias Reimann
2. Vorsitzender ANUK e.V.
Auch der SWR berichtete darüber --> Link!